Gießen. In einem Festgottesdienst, der am 27. September 2026 in der neuapostolischen Zentralkirche an der Händelstraße in Gießen stattfand, hat Apostel Gerd Kisselbach den langjährigen Bezirksevangelisten Dirk Ehrenfried in den Ruhestand verabschiedet. Zu dem Gottesdienst waren die Gläubigen der Kirchengemeinden Fernwald-Buseck, Gießen-Süd, Gießen-Wieseck, Hungen, Lich und Pohlheim eingeladen. Die Gemeinden aus den Bereichen Siegen und Wetzlar des Gießener Kirchenbezirks konnten den Gottesdienst per IPTV mitfeiern.
Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand das Bibelwort aus Jesaja 40,31: „Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.“
Anbetung und göttlicher Trost
Zu Beginn seiner Predigt griff Apostel Kisselbach den Gedanken der Anbetung Gottes aus dem zuvor vorgetragenen Chorlied auf. „Die Anbetung Gottes ist besonders für uns wichtig. Dabei wenden wir uns Gott zu und blicken auf die Größe und Allmacht des lieben Gottes“, erklärte er.
Mit Blick auf das Bibelwort aus Jesaja erläuterte der Apostel dessen historischen Zusammenhang. Der Prophet habe dem Volk Israel in einer von Krieg und Gefangenschaft geprägten Zeit Trost zugesprochen. Auch heute seien Menschen mit schwierigen und belastenden Lebenssituationen konfrontiert. Der göttliche Trost könne dabei eine wichtige Hilfe sein.
Das im Bibelwort angesprochene „Harren“ bedeute, sich beständig auf Gott zu verlassen. Trost finde der Gläubige darin, dass Gott seinen Glauben stärke, die Beziehung zu ihm durch seine Liebe vertiefe und die Hoffnung auf die Zukunft lebendig halte.
Auch Bezirksevangelist Ehrenfried nahm in seinem Predigtbeitrag den Gedanken der Anbetung auf und verwies auf die Größe und Allmacht Gottes. Wer auf Gott vertraue und eine intensive Gottesbeziehung pflege, könne erfahren, dass Gott in jeder Lebenssituation gegenwärtig sei. Dazu verwies er auf Psalm 139,8-10.
„Wir wollen daher auch in Zukunft auf Gott harren. Er macht alles gut!“, sagte der Bezirksevangelist.
42 Jahre ehrenamtlicher Dienst
Im Anschluss würdigte Apostel Kisselbach den langjährigen Dienst von Dirk Ehrenfried. Am 11. März 1984 wurde Ehrenfried zum Diakon ordiniert. In den folgenden Jahren folgten weitere geistliche Ämter:
- 9. November 1994: Ordination zum Priester
- 15. August 2001: Ordination zum Gemeindeevangelisten
- 8. Dezember 2002: Ordination zum Hirten
- 18. November 2009: Ordination zum Bezirksevangelisten
Während seiner 42-jährigen Tätigkeit übernahm Ehrenfried zahlreiche Aufgaben innerhalb der Kirche. Er war unter anderem Gemeindevorsteher in Herborn und Haiger sowie stellvertretender Bezirksvorsteher im Kirchenbezirk Gießen und im früheren Kirchenbezirk Siegen.
Darüber hinaus engagierte er sich als Chorleiter sowie in der Kinder- und Jugendseelsorge. Aufgrund seines Organisationstalents war er außerdem an der Vorbereitung und Durchführung zahlreicher Veranstaltungen beteiligt, darunter Festgottesdienste, Bezirksfeste sowie Advents- und Weihnachtsfeiern. Auch verschiedene administrative Aufgaben gehörten zu seinem Tätigkeitsbereich.
„Der Herr hat mit Wohlgefallen darauf geschaut“
Apostel Kisselbach stellte in seiner Ansprache heraus, dass Ehrenfried während seiner Amtszeit Glauben vermittelt, Segen gespendet und sich für Kinder und Jugendliche eingesetzt habe. Mit Blick auf das Gleichnis von den anvertrauten Pfunden aus Matthäus 25,14-30 würdigte er den Einsatz Ehrenfrieds: Dieser habe die ihm anvertraute Aufgabe mit einem wachen Blick und einem offenen Ohr wahrgenommen.
„Der Herr hat mit Wohlgefallen darauf geschaut und uns hat es wohlgetan!“, sagte der Apostel.
Nach einem gemeinsamen Gebet verabschiedete Apostel Kisselbach Dirk Ehrenfried in den Ruhestand. Den Dankesworten schloss sich der Gießener Bezirksvorsteher, Hirte Matthias Rauch, an und überreichte dem scheidenden Bezirksevangelisten einen Blumenstrauß.
Persönliches
Dirk Ehrenfried wurde in Siegen geboren und wuchs dort auf. Nach dem Schulbesuch absolvierte er eine kaufmännische Ausbildung. 1978 trat er als Soldat auf Zeit in die Bundeswehr ein. 1987 wurde er als Berufssoldat und Berufsoffizier übernommen. Diesen Beruf übte er bis zu seiner Pensionierung aus.
Dirk Ehrenfried lebt in Breitscheid. Er ist verheiratet und Vater von zwei Söhnen. Zu seiner Familie gehören inzwischen auch drei Enkelkinder.
Apostel Gerd Kisselbach (links) bei der Ruhesetzung von Bezirksevangelist Dirk Ehrenfried
29. September 2026
Text:
W. Rock
Fotos:
N. Lehleiter
Datenschutzeinstellungen
Mit Hilfe einiger zusätzlicher Dienste können wir mehr Funktionen (z.B. YouTube-Video-Vorschau) anbieten. Sie können Ihre Zustimmung später jederzeit ändern oder zurückziehen.
Datenschutzeinstellungen
Diese Internetseite verwendet notwendige Cookies, um die ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen. Jeder Nutzer entscheidet selbst, welche zusätzlichen Dienste genutzt werden sollen. Die Zustimmung kann jederzeit zurückgezogen werden.
Einstellungen
Nachfolgend lassen sich Dienste anpassen, die auf dieser Website angeboten werden. Jeder Dienst kann nach eigenem Ermessen aktiviert oder deaktiviert werden. Mehr Informationen finden sich in der Datenschutzerklärung.
