Herborn. Der Gottesdienst am Palmsonntag, 29. März 2026, in der neuapostolischen Kirchengemeinde Herborn stand ganz im Zeichen eines besonderen Ereignisses: Zahlreiche Konfirmationsjubilare aus dem gesamten Kirchenbezirk waren der Einladung gefolgt, gemeinsam ihr Jubiläum zu begehen. Der Bezirk erstreckt sich geografisch von Olpe im Nordwesten bis nach Hungen im Südosten. Entsprechend groß war die Freude über die rege Teilnahme und das Wiedersehen vieler Weggefährten.
Der Gießener Bezirksvorsteher, Hirte Matthias Rauch, stellte seine Predigt unter das Bibelwort aus dem Lukasevangelium (Lukas 19,36–37), das den Einzug Jesu in Jerusalem beschreibt. Bereits zu Beginn wandte er sich persönlich an die Jubilare und würdigte deren Lebensweg: Sie hätten bereits in jungen Jahren ihr Konfirmationsgelübde abgelegt und seien diesem – trotz aller Herausforderungen und Höhen und Tiefen des Lebens – treu geblieben. In diesem Zusammenhang betonte Rauch, dass die Verbindung zu Gott eine besondere Qualität im Leben schaffe, die weit über äußere Umstände hinausreiche.
Einen besonderen Akzent setzte die Einbindung des ältesten anwesenden Jubilars: Bezirksältester i. R. Reinhold Simon, der vor 80 Jahren konfirmiert worden war, übernahm eine Schriftlesung aus dem Markusevangelium und schlug damit eine eindrucksvolle Brücke zwischen biblischer Geschichte und gelebter Glaubenstradition.
In seiner weiteren Predigt führte Hirte Rauch aus, dass die Menschen beim Einzug Jesu ihre Kleider auf den Weg legten, um ihn als König zu ehren. Dieses Zeichen der Wertschätzung deutete er als Ausdruck von Liebe, Dankbarkeit und Glauben. Gleichzeitig rief er die Gemeinde dazu auf, auch heute Jesus den Weg zu bereiten – indem sie ihr Leben bewusst in seinen Dienst stellen und ihre persönlichen Glaubenserfahrungen bezeugen.
Weitere geistliche Impulse ergänzten den Gottesdienst: Gemeindeevangelist und Goldkonfirmand Rüdiger Bellof unterstrich in seinem Beitrag die tiefe Dankbarkeit für Gottes Schutz und Begleitung über viele Jahrzehnte hinweg. Bezirksevangelist Dirk Ehrenfried erinnerte daran, dass der Weg Jesu nicht zu weltlicher Macht, sondern über Leiden und das Kreuz zur Vollendung führe – ein Weg, der letztlich Leben schenkt.
Ein bewegender Beitrag war die musikalische Darbietung von Volker Tainz, der mit Gesang und Gitarrenbegleitung das Lied „Wie viel schöne Stunden“ vortrug und damit die Dankbarkeit der Jubilare auf besondere Weise zum Ausdruck brachte. Im Anschluss erneuerten alle Anwesenden gemeinsam ihr Konfirmationsgelübde. In einem abschließenden Gebet bat Hirte Rauch um Gottes besonderen Schutz und Segen für die Jubilare.
Der festliche Gottesdienst, der vom Herborner Gemeindechor unter der Leitung von Robert Müller musikalisch umrahmt wurde, endete mit dem trinitarischen Segen.
Beim anschließenden Imbiss bot sich den Jubilaren Gelegenheit zum persönlichen Austausch. In herzlicher Atmosphäre wurden Erinnerungen geteilt, Gemeinschaft gepflegt und die Verbundenheit im Glauben weiter gestärkt.
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