Buseck-Oppenrod. Am Mittwoch, 4. Februar 2026, besuchte Bischof Sascha Tümmler die neuapostolische Kirchengemeinde Fernwald-Buseck und feierte in der Kirche an der Oppenröder Grabenstraße einen Abendgottesdienst.
Grundlage der Predigt war das Bibelwort aus Psalm 119, Vers 76: „Deine Gnade soll mein Trost sein, wie du deinem Knecht zugesagt hast.“ In seinen Ausführungen ging der Bischof darauf ein, dass sich nicht alle Wünsche und Vorstellungen im Leben erfüllen. Häufig richte sich der Blick auf das, was fehle oder als belastend empfunden werde. Er ermutigte die Gemeinde jedoch, bewusst auf das zu schauen, was vorhanden sei – und dabei viele schöne und großartige Dinge zu erkennen.
So erinnerte Bischof Tümmler daran, dass die Anwesenden in einem Land in Frieden leben, sich frei bewegen und ihr Leben gestalten können. Auch die Möglichkeit, sich ungehindert zu Gottesdiensten zu versammeln und Gemeinschaft zu erleben, sei ein großes Geschenk.
Im Mittelpunkt der Predigt standen verschiedene Aspekte der göttlichen Gnade: die Gnade der Erwählung, die ohne menschliches Verdienst geschehe und Ausdruck der bedingungslosen Liebe Gottes sei (Epheser 1,4); die Gnade des ewigen Lebens, in dem Gott die Gläubigen in eine unvergängliche Gemeinschaft mit sich führen wolle (Römer 8,18); sowie die Gnade der Vergebung, die Christus jedem zusage, der mit bußfertigem Herzen zu ihm komme. Zudem verwies der Bischof auf die individuellen Gaben und Fähigkeiten, die jeder Mensch von Gott empfangen habe und aus Dankbarkeit in seiner Gemeinde einsetzen solle.
Diese Gnaden seien Trost und Wegbegleitung auf dem Weg zum Heil. Auch wenn der Zeitpunkt und die Art der Wiederkunft Christi menschlichem Verstehen entzogen seien, bleibe die Zusage bestehen, dass Christus wiederkommen und die Gläubigen in seine Herrlichkeit führen werde.
Die Predigtbeiträge des örtlichen Gemeindevorstehers, Hirten Marco Frank, sowie des Bezirksevangelisten Ralf Partmann griffen die Gedanken des Bischofs auf und vertieften sie.
Nach der gemeinsamen Feier des Heiligen Abendmahls schloss Bischof Tümmler den Gottesdienst mit einem Gebet und dem trinitarischen Segen.
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