Gießen-Wieseck. Am Mittwoch, 26. Februar 2026, besuchte Bischof Sascha Tümmler die neuapostolische Kirchengemeinde in Gießen-Wieseck und feierte mit den Gemeindemitgliedern in der Kirche an der Wilhelm-Liebknecht-Straße den Abendgottesdienst.
Seiner Predigt legte der Bischof das Bibelwort aus Jesaja 37,20 zugrunde: „Nun aber, Herr, unser Gott, errette uns aus seiner Hand, damit alle Königreiche auf Erden erfahren, dass du allein der Herr bist!“ Inspiriert von einem zuvor vorgetragenen Chorlied eröffnete er seine Ausführungen mit den Worten: „Ja, es ist richtig: ,Betende Hände braucht unsere Zeit!‘“ Das Gebet sei das Gespräch mit Gott, für das sich Gläubige bewusst Zeit nehmen sollten. Es biete die Möglichkeit, sich alles von der Seele zu reden.
Anhand zwischenmenschlicher Beziehungen verdeutlichte der Bischof die Bedeutung der Gesprächsintensität: Oft lasse sich an ihr erkennen, wie tragfähig eine Beziehung sei. „Wir wollen an der Intensität der Gebete nicht nachlassen“, ermutigte er die Anwesenden.
Mit Blick auf den kommenden besonderen Gottesdienst zum Gedenken der Entschlafenen stellte der Bischof die Frage nach dem „Warum“. Seine Antwort verwies auf die Fürbitte als wesentlichen Bestandteil des Gebets. Für neuapostolische Christen sei es ein Ausdruck von Nächstenliebe, Glauben und Vertrauen auf Gott, auch für andere einzutreten.
Der biblische Hintergrund des Predigtwortes führt in die Zeit des Königs Hiskia, als das Reich Juda im Krieg mit den Assyrern stand. Nachdem der assyrische Feldherr Gott verhöhnt und Hiskia zum Abfall vom Glauben aufgefordert hatte, suchte dieser in seiner Not den Tempel auf und bat Gott um Hilfe. Dieses Beispiel zeige, so der Bischof, wie Gläubige lernen können, ihr Vertrauen im Gebet ganz auf Gott zu setzen. Hiskia habe bewusst den Ort der Angst und Sorge verlassen, um die Nähe Gottes zu suchen.
Auch heute seien viele Menschen mit scheinbar übermächtigen Sorgen konfrontiert. Umso wichtiger sei es, sich Gott zuzuwenden und das Gespräch mit ihm zu suchen. „Gönnen wir uns diese Augenblicke. Sie tun uns gut“, betonte der Bischof.
In einer Predigtzugabe unterstrich der Vorsteher des Gießener Kirchenbezirks, Hirte Matthias Rauch, das fortwährende Wirken Gottes und ermutigte zum Vertrauen. Mit Blick auf das persönliche Gebet sagte er: „Dein Gebet ist dein Moment mit Gott – und du bestimmst den Inhalt.“
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls schloss Bischof Tümmler den Gottesdienst mit Gebet und dem trinitarischen Segen.
Für die musikalische Gestaltung sorgten der örtliche Gemeindechor unter der Leitung von Jeroen Metsch sowie das Gemeindeorchester unter der Leitung von Uschi Rock mit eindrucksvollen und ausdrucksstarken Beiträgen.
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