Olpe. Am Ostersonntag, den 5. April 2026 feierten die Gläubigen der neuapostolischen Kirchengemeinde Olpe gemeinsam mit Bischof Sascha Tümmler einen festlichen und bewegenden Gottesdienst. Zahlreiche Gemeindemitglieder nahmen vor Ort sowie per Livestream teil und erlebten eine eindrucksvolle Feier der Auferstehung Jesu Christi.
Bereits im Eröffnungsgebet ließ Bischof Tümmler die Ostergeschichte lebendig werden und brachte den Kern des christlichen Glaubens auf den Punkt: „Jesus, du hast den Tod besiegt. Gott, du hast Satan überwunden. Das Grab war leer. Der Stein war weggerollt.“ Zugleich betete er für Frieden in der Welt, für Mut bei politischen Entscheidungsträgern sowie für Kraft und Zuversicht in persönlichen Herausforderungen. Er schloss mit der Bitte um das Wirken des Heiligen Geistes in der Gemeinde.
Als Predigtgrundlage diente das Johannesevangelium (Kapitel 20, Verse 17 und 18), das die Begegnung von Maria Magdalena mit dem auferstandenen Jesus schildert. Ergänzend trug der örtliche Gemeindevorsteher, Priester Roland Ehle eine Lesung aus dem Markusevangelium (Kapitel 16, Verse 1 bis 15) vor.
In seiner Predigt führte Bischof Tümmler die Gemeinde mit anschaulichen und einfühlsamen Worten durch die Ostergeschichte. Dabei erklärte er auch die unterschiedlichen Darstellungen in den Evangelien: Diese seien durch persönliche Erinnerungen geprägt, doch die zentrale Botschaft bleibe unverändert – „Das Grab war leer. Jesus ist auferstanden.“
Der Bischof stellte drei zentrale Osterbotschaften in den Mittelpunkt:
- „Fürchte dich nicht“ – Gerade angesichts von Sorgen und Unsicherheiten sei Jesu Zusage aktueller denn je: „Fürchte dich nicht vor deiner Zukunft, denn du hast eine Zukunft mit mir.“
- „Friede sei mit euch“ – Gemeint sei nicht nur die Abwesenheit von Konflikten, sondern ein umfassender, göttlicher Friede, der den Menschen ganz erfüllt.
- Einfach da sein – Am Beispiel der Emmaus-Jünger betonte Tümmler die Kraft der Nähe und des Zuhörens. Persönlich berichtete er von einem prägenden Seelsorgemoment, in dem stilles Dasein mehr bewirkte als Worte.
Den Auftrag der Gläubigen formulierte er klar: „Lasst uns wie eine Maria losgehen und den Menschen sagen: Ich habe den Herrn gesehen.“
In einem ergänzenden Predigtbeitrag hob Hirte Matthias Rauch (Vorsteher des Gießener Kirchenbezirks) die Bedeutung des biblischen Urtextes hervor. Die Begegnung Maria Magdalenas mit dem Auferstandenen sei ein tatsächliches Sehen gewesen. In einem eindrucksvollen Vergleich erklärte er: „An Ostern hat Jesus Christus einen ganz großen Schritt für die Menschheit getan.“ Die Auferstehung sei dabei nicht Abschluss, sondern Ausgangspunkt – eine Bewegung, die bis heute fortwirkt.
Im Anschluss feierte die Gemeinde das Heilige Abendmahl. Bischof Tümmler sprach die Sündenvergebung aus und lud die Gläubigen mit den Worten ein: „Zwischen dir und Gott ist alles gut.“ Der Gottesdienst klang mit Gebet, Segen und einem kraftvollen gemeinsamen „Halleluja“ aus, das weit über die Stadt hinaus zu hören war.
Zum Abschluss dankte Bischof Tümmler allen Mitwirkenden und wünschte der Gemeinde einen gesegneten Ostertag.
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