Butzbach. Einen festlichen und segensreichen Gottesdienst erlebte die neuapostolische Kirchengemeinde Butzbach am 10. Juni 2026 mit Bischof Sascha Tümmler. Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Chor der Gemeinde gestaltet. Ein Geigensolo mit Orgelbegleitung stimmte die Besucher auf den Gottesdienstbeginn ein.
Zu Beginn seiner Predigt griff Bischof Tümmler die Worte des Eingangsliedes des Chores auf: „Komm her, freu dich mit uns, tritt ein; denn der Herr will unter uns sein.“ Die Einladung des Liedes hätten die Gottesdienstbesucher bereits angenommen, indem sie sich in der Kirche versammelt hätten. Entscheidend sei jedoch die Zusage, dass der Herr selbst unter den Gläubigen sein wolle. Auch wenn Menschen predigten und Worte aussprachen, sei es Gott, der im Gottesdienst gegenwärtig sei und zu den Herzen der Menschen spreche.
Seiner Predigt legte der Bischof das Bibelwort aus Römer 13,11 zugrunde: „Und das tut, weil ihr die Zeit erkannt habt, dass die Stunde da ist, aufzustehen vom Schlaf, denn unser Heil ist jetzt näher als zu der Zeit, da wir gläubig wurden.“
Im Mittelpunkt seiner Ausführungen stand die Botschaft, dass sowohl Gottes Werk als auch die geistliche Entwicklung der Gläubigen voranschreiten. Gott erfülle seine Verheißungen und führe seine Kirche der Vollendung entgegen. Auch wenn dies aus menschlicher Sicht nicht immer erkennbar sei, wirke Gott beständig an seinem Heilswerk.
Ein besonderer Schwerpunkt der Predigt lag auf der geistlichen Wachsamkeit. Bischof Tümmler machte deutlich, dass Christen Gefahr laufen können, geistlich müde zu werden und die Verbindung zu Gottes Wort zu verlieren. Umso wichtiger sei es, auf die Stimme des Heiligen Geistes zu hören und die Beziehung zu Jesus Christus lebendig zu halten.
Zugleich regte er dazu an, die eigene Glaubensentwicklung zu reflektieren. Geistliches Wachstum bedeute, Jesus Christus im persönlichen Leben immer mehr Raum zu geben. Seine Liebe, sein Wille und die Hoffnung auf seine Wiederkunft sollten Denken und Handeln prägen. Die Liebe zu Christus zeige sich dabei auch in der Liebe zum Nächsten und in selbstlosem Handeln.
Abschließend betonte der Bischof, dass die Erwartung der Wiederkunft Christi weit über die Hoffnung auf das Ende von Leid und Not hinausgehe. Im Mittelpunkt stehe die Sehnsucht nach der ewigen Gemeinschaft mit dem Herrn. Diese Gemeinschaft mit Christus gebe dem Leben Orientierung und Ziel.
Die Gottesdienstbesucher nahmen zahlreiche Impulse für ihren persönlichen Glaubensweg mit und wurden darin bestärkt, geistlich wachsam zu bleiben und im Glauben an Christus weiter zu wachsen.
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