Siegen. Am Donnerstag, den 13. Juni 2024 feierte Apostel Gerd Kisselbach in der neuapostolischen Zentralkirche an der Koblenzer Straße in Siegen den Wochengottesdienst. Anwesend waren die Gläubigen der Kirchengemeinden Haiger, Herborn, Olpe und Siegen. Der aus den Sängerinnen und Sängern der eingeladenen Gemeinden gebildete Chor stand unter der Leitung von Sandra Münch und Karola Semrau und setzte den musikalischen Rahmen des Festgottesdienstes.
Apostel Kisselbach legte seiner Predigt das Bibelwort „Das Mehl im Topf wurde nicht verzehrt, und dem Ölkrug mangelte nichts nach dem Wort des HERRN, das er geredet hatte durch Elia.“ (1. Könige 17, 16) zugrunde. Nach einer Bibellesung (1. Könige 17, 10-16), die den Kontext des Bibelwortes beleuchtete, zeigte der Apostel auf, dass der zu dieser Zeit herrschende König Nordisraels Ahab die heidnische Königstochter Isebel zur Frau nahm. Isebel bemühte sich nach Kräften den Glauben an Baal unter dem Volk Israel zu etablieren und ließ dabei Propheten sowie die wenigen Gläubigen Gottes töten. König Ahab fiel Isebels „Bekehrung“ ebenfalls zum Opfer und so betete er anstelle zu Gott nun mehr zu Baal und baute ihm Tempel und Altar. Da trat der Prophet Elia auf den Plan. Er wandte sich an Ahab und verkündete ihm Gottes Wort: „So wahr der HERR, der Gott Israels, lebt, vor dem ich stehe: Es soll diese Jahre weder Tau noch Regen kommen, ich sage es denn.“ (1. Könige 17, 1). In Folge dessen kam eine große Dürre über das Land.
Dann wandte sich der Apostel direkt an die Gottesdienstbesucher und sagte: „Anders als König Ahab und Isebel glauben wir an den lebendigen Gott und nicht an einen toten Baal. Wir glauben an einen Gott, der sich um jeden sorgt und Hilfe schenkt. Schnell ist man geneigt zu glauben, Gott bewahre jeden, der an ihn glaubt, vor aller Not und Gefahr. Dem ist nicht so. Vielmehr hilft uns Gott, wenn wir uns an ihn wenden und sein Wille für uns an erster Stelle steht.“. Weiter sagte er: „Doch wir bekommen nicht nur, wir können auch geben und das selbst dann, wenn wir augenscheinlich nichts haben. Die Witwe zu Sarepta hatte praktisch auch nichts mehr und dennoch gab sie das Wenige, was sie noch hatte. Und obwohl die Witwe nach irdischen Maßstäben nur so wenig gab, erfuhr sie dafür etwas so viel Größeres, die Errettung durch Gott. Was aber will Gott nun uns geben? Er möchte uns unser Heil, das Ewige Leben, schenken. Und das ist durch das Opfer Jesu Christi bereits jetzt da. Aber wir brauchen unsere Kraft, um treu und beständig im Glauben zu bleiben. Außerdem müssen auch wir etwas dafür geben.“ Er erinnerte in diesem Zusammenhang an das Konfirmationsgelübde und zeigte daran, dass dieses Versprechen ein täglicher Akt ist, den Blick auf den Herrn zu richten und im Wesen Jesu zu leben.
Nach der gemeinsamen Abendmahlsfeier beendete Apostel Kisselbach den Gottesdienst mit Gebet und Segen.
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