Siegen. Am Mittwoch, dem 17. Dezember 2025, fand in der neuapostolischen Kirchengemeinde Siegen ein besonderer Abendgottesdienst unter der Leitung von Apostel Gerd Kisselbach statt. Der Gottesdienst, zu dem auch die Gemeinden Haiger, Herborn, Hohenahr-Erda und Olpe eingeladen wurden, war ein bewegender Moment der Gemeinschaft und des Glaubens. In Begleitung des frisch ernannten Bischofs Sascha Tümmler, der erst am 30. November 2025 in sein Amt eingeführt wurde, feierten die Gläubigen einen Gottesdienst, der unter dem zentralen Gedanken des Chorliedes „Ein helles Licht in dunkler Zeit“ stand.
Licht in der Dunkelheit: Die persönliche Begegnung mit Gott
Apostel Kisselbach eröffnete den Gottesdienst mit der Botschaft, dass der Gottesdienst eine persönliche Begegnung mit Gott sei, in der sein Geist wirke – unabhängig von äußeren Umständen. „Dieses Licht gilt es bewusst zu suchen“, so der Apostel in seiner Predigt. Als zentrales Bibelwort des Abends wählte der Apostel Psalm 73,28: „Aber das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf Gott den HERRN, dass ich verkündige all dein Tun.“
Apostel Kisselbach erklärte, dass der Psalmist Asaf, der inmitten von Leid und Zweifeln mit der scheinbar sorglosen Lebensweise der Gottlosen konfrontiert war, einen inneren Glaubenskampf durchlebte. Diese „Asaf-Momente“, in denen auch heute noch Gläubige nach dem „Warum“ fragen, seien vielen bekannt.
Nachfolge Christi: Heil und Gemeinschaft mit Gott
In seiner Predigt betonte der Apostel, dass die Nachfolge Jesu Christi nicht zu irdischem Wohlstand oder Leidfreiheit führe, sondern zu Heil und einer ewigen Gemeinschaft mit Gott. „Gott meint es gut mit uns – auch wenn wir nicht immer verstehen, warum die Wege manchmal schwer sind“, erklärte er. Die Nähe zu Gott, so der Apostel weiter, wachse besonders durch Gebet und den Gottesdienst, in dem Gott auf vielfältige Weise wirke. Besonders die Sakramente und das Heilige Abendmahl seien das „hellste Licht des Gottesdienstes“, das die Gläubigen miteinander und mit Gott verbinde.
Weg des Leidens und der Hoffnung
In seiner Predigtzugabe griff Bischof Sascha Tümmler diese Gedanken auf und ermutigte die Gemeinde, ihren Blick zu heben und die Perspektive zu erweitern. Leid sei ein Teil des Lebens, jedoch nicht als Prüfung von Gott zu verstehen, sondern als Bestandteil des menschlichen Daseins. Auch Jesus sei diesen Weg des Leidens gegangen. Entscheidend sei, worauf man sein Leben ausrichte: „Wer auf Gott blickt, findet Hoffnung und Perspektive, selbst in dunklen Zeiten“, so der Bischof.
Gnade Gottes und die Bedeutung der Gemeinschaft
Apostel Kisselbach erinnerte abschließend an die Gnade Gottes, die nicht immer jeden irdischen Wunsch erfülle, jedoch über den Moment hinaus in die Herrlichkeit Gottes führe. Die Annahme und Weitergabe dieser Gnade sei für jeden Christen ein Auftrag und ein Trost.
Musikalische Begleitung und festliche Atmosphäre
Der Gottesdienst wurde durch den Gesang des gemischten Chores unter der Leitung von Karola Semrau und Sandra Münch musikalisch umrahmt. Das E-Piano (Arno Semrau) und die Querflöte (Stefanie Partmann) setzten stimmungsvolle Akzente und bereicherten das Gottesdiensterlebnis auf besondere Weise. Die festliche Beleuchtung und die adventliche Dekoration des Kirchenschiffs trugen zusätzlich zur warmen und besinnlichen Atmosphäre bei.
Der Abend in Siegen war ein unvergessliches Erlebnis, das den Gläubigen Trost, Hoffnung und Zuversicht in einer dunklen Zeit schenkte.
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