Siegen. Zu einem gemeinsamen Gottesdienst versammelten sich am Mittwoch, den 15. April 2026 die neuapostolischen Kirchengemeinden aus Haiger, Herborn, Olpe und Siegen in der Siegener Zentralkirche an der Koblenzer Straße. Im Mittelpunkt stand die Predigt von Apostel Gerd Kisselbach, die auf dem Bibelwort aus 1. Mose 25, Vers 32 basierte: „Esau antwortete: Siehe, ich muss doch sterben; was soll mir da die Erstgeburt?“
In seinen Ausführungen ging Apostel Kisselbach auf die biblische Geschichte von Esau und Jakob ein. Er erläuterte, dass Esau trotz einer engen und guten Beziehung zu seinem Vater Isaak in einem Moment der Schwäche sein Erstgeburtsrecht für ein Linsengericht aufgab. Diese Begebenheit übertrug der Apostel auf die heutige Zeit: Auch Gläubige könnten durch äußere Einflüsse wie Enttäuschungen oder verlockende Alternativen in ihrem Alltag die Verbindung zu Gott schwächen.
Der Apostel betonte, dass kurzfristige Bedürfnisbefriedigung – symbolisiert durch das Linsengericht – nur vorübergehend sei, während der Segen Gottes von bleibendem Wert ist. Er rief die Anwesenden dazu auf, sich bewusst für diesen Segen zu entscheiden und das eigene „Linsengericht“ im persönlichen Leben zu erkennen.
Ergänzend zur Predigt unterstrich Bischof Sascha Tümmler die Bedeutung des göttlichen Segens. Er hob hervor, dass Gottes Liebe allen Menschen gleichermaßen gilt und niemand um seinen Segen konkurrieren müsse.
Musikalisch wurde der Gottesdienst von einem gemischten Chor gestaltet, der sich aus Sängerinnen und Sängern aller teilnehmenden Gemeinden zusammensetzte. Unter der Leitung von Svenja Stehl und Robert Müller sorgten Chor und E-Piano für eine feierliche und stimmungsvolle Atmosphäre.
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