Wetzlar. Nur wenige Tage nach seiner Beauftragung zum Bezirksapostel für die Gebietskirche Westdeutschland feierte Stefan Pöschel am 3. Juli 2024 den Abendgottesdienst in der neuapostolischen Zentralkirche Wetzlar.
Darüber freuten sich nicht nur die Teilnehmer in der Neustadt 53 aus den eingeladenen Gemeinden Wetzlar, Biebertal-Krumbach, Butzbach, Hohenahr-Erda und Wettenberg-Wißmar. Auch die anderen Gemeinden des Kirchenbezirks Gießen waren per IPTV-Übertragung angeschlossen und konnten somit den Gottesdienst live mitverfolgen.
Unter Verwendung des Bibelwortes „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet weinen und klagen, aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet traurig sein, doch eure Traurigkeit soll zur Freude werden.“ (Johannes, 16,20) stellte Bezirksapostel Pöschel seine Predigt unter das Thema „Trauer wird verwandelt in Freude“.
Zunächst begrüßte er alle Gottesdienstteilnehmenden und hieß auch die anwesenden Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Gießen/Wetzlar und der evangelischen Allianz herzlich willkommen. Eingehend auf das zu Beginn vorgetragene Chorlied, in dem Gott um Segen und Frieden gebeten wurde, machte der Bezirksapostel deutlich, dass dies der tiefe Sinn des göttlichen Wirkens an den Menschen ist: „In den Gottesdiensten segnet er uns, schenkt seinen Frieden und befähigt uns, die von ihm empfangene Botschaft weiterzutragen. Als Christen sind wir keine Egoisten, sondern möchten alle Menschen am Heilsangebot Gottes teilhaben lassen.“
Anschließend erläuterte Bezirksapostel Pöschel den Kontext des vorgelesenen Bibelwortes, das den Abschiedsreden Jesu entnommen ist. Angesichts seines angekündigten Leidens und Sterbens waren die Jünger traurig. Aber Jesus tröstete sie mit der Aussicht auf seine Auferstehung. Diese war damals und ist heute die wahre Voraussetzung dafür, dass Trauer in Freude verwandelt werden kann.
Neben manchen sorgenvollen Lebenssituationen biete auch das Glaubensleben der Christen manchen Grund zur Traurigkeit. Dazu führte er aus: „Noch immer sind wir Christus nicht so nahe, wie wir uns das wünschen. Dies macht uns traurig. Aber wenn er die Verheißung seiner Wiederkunft erfüllt, wird diese Trauer in Freude verwandelt. Noch immer sind wir unvollkommene Menschen. Gott wird hierdurch entstehende Traurigkeit der Bußfertigen in Freude verwandeln, indem er seine Gnade schenkt. Manchmal leiden wir auch darunter, dass wir in Not geratenen Menschen nicht so helfen können, wie wir es aus Nächstenliebe gerne möchten. Wenn wir Gott als wahren Helfer erleben, verwandelt sich unsere Trauer in Freude. Die zunehmende Säkularisierung macht uns oft traurig. Aber Gott wird sein Werk vollenden und dann ewige Freude schenken.“
In seinem Predigtbeitrag motivierte Hirte Helmut Müller dazu, sich gegenseitig zu unterstützen und sich insbesondere den Gestrauchelten zuzuwenden. Nur gemeinsam sei es möglich, das Glaubensziel und damit ewige Gemeinschaft mit Gott zu erreichen.
Nach dem Predigtteil wurde der Gottesdienst mit Sündenvergebung und der gemeinsamen Feier des Heiligen Abendmahles fortgesetzt.
Im Anschluss daran wurden noch Veränderungen in den Leitungsfunktionen einiger Gemeinden vollzogen. Hirte Helmut Müller trat nach 48 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit im Kirchendienst, davon die letzten 10 Jahre als Gemeindevorsteher in Wetzlar, in den Ruhestand und Gemeindeevangelist Rüdiger Bellof wurde zu seinem Nachfolger beauftragt. Dieser hatte bisher die Gemeinde Wettenberg-Wißmar betreut. Es wird deshalb ein Verbund der Kirchengemeinden Biebertal-Krumbach und Wettenberg-Wißmar gegründet, der von Priester Thorsten Ostriga geleitet wird.
Bezirksapostel Pöschel schilderte Helmut Müllers vielfältige Stationen der kirchlichen Tätigkeit im Kirchenbezirk Gießen, dankte sehr herzlich für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement und wünschte ihm alles Gute für den bevorstehenden Ruhestand.
Den zukünftigen Vorstehern dankte er für ihre Bereitschaft, neue bzw. zusätzliche Aufgaben zu übernehmen und übermittelte ihnen den göttlichen Segen für ihre Arbeit in den Gemeinden.
Nach einem Dankgebet beendete der Bezirksapostel den Gottesdienst mit dem trinitarischen Schlusssegen für die Gottesdienstteilnehmer.
Schließlich erteilte er den Vertretern des ACK Gießen/Wetzlar und der evangelischen Allianz das Wort. Pastor Tilo Linthe von der Wetzlarer Baptistengemeinde sowie Diakon Dr. Dr. Norbert Hark vom katholischen Kirchenbezirk Wetzlar würdigten in ihren Grußworten den Prozess der Öffnung der Neuapostolischen Kirche zu den anderen christlichen Kirchen, das wachsende Miteinander im Geist der Ökumene und die Unterstützung bei gemeinsamen Unternehmungen. Sie dankten Helmut Müller, dass er seitens der neuapostolischen Kirchengemeinde Wetzlar dazu vor 7 Jahren mit Glaubensfreude, Hoffnung und in Demut die Initiative ergriffen habe. Die versammelte Gemeinde bedachte die Ausführungen mit anhaltendem Beifall.
Der Gottesdienst wurde mit viel Musik umrahmt. Organist Stephan Jaksch begleitete den Gemeindegesang, der gemischte Chor wurde von Simone Faude dirigiert und das Orchester stand unter der Leitung von Judith Werner.
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