Lahnau/Gießen. Mit einem festlichen Gottesdienst am Himmelfahrtstag feierten die zahlreichen Gläubigen aus dem Kirchenbezirk Gießen das christliche Hochfest Christi Himmelfahrt. Dazu besuchte der Präsident der Neuapostolischen Kirche Westdeutschland, Bezirksapostel Stefan Pöschel, am 14. Mai 2026 die Lahnauhalle in Lahnau und leitete den Festgottesdienst für den weitläufigen Kirchenbezirk, der sich von Olpe bis nach Hungen erstreckt.
Im Mittelpunkt der Predigt stand das Bibelwort aus Johannes 16,28: „Ich bin vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; ich verlasse die Welt wieder und gehe zum Vater.“
Eine Lesung aus dem 16. Kapitel des Markusevangeliums führte die Gottesdienstbesucher noch einmal eindrucksvoll in das Geschehen der Himmelfahrt Jesu Christi hinein.
In seiner Ansprache verdeutlichte Bezirksapostel Pöschel, dass das Bibelwort den gesamten Heilsweg Jesu Christi zusammenfasse. Es beschreibe sowohl die Herkunft und Sendung Christi als auch seine Rückkehr zum Vater. Gleichzeitig zeige dieses Wort auch den Weg der Gläubigen auf: Aus der Erwählung Gottes heraus seien Christen dazu berufen, in dieser Welt zu dienen, das Evangelium zu verkündigen und sich von Christus zum Vater führen zu lassen.
Dabei betonte der Bezirksapostel, dass Jesus Christus als wahrer Mensch in dieser Welt gelebt habe und – wie alle Menschen – dem Bösen ausgesetzt gewesen sei. Christus sei nicht gekommen, um sämtliche Probleme der Welt zu lösen, sondern um den Menschen Heil zu bringen. Sein Reich sei nicht von dieser Welt.
Auch Christen lebten mitten in dieser Welt und teilten das Schicksal aller Menschen. Der Glaube an Jesus Christus bewahre nicht grundsätzlich vor Leid oder Unglück. Dennoch sende Gott die Gläubigen als Zeugen Christi, damit sie Hoffnung vermitteln und das Heil Gottes verkündigen.
Einen weiteren Gedanken zur Himmelfahrt Christi griff Bischof Sascha Tümmler in seinem Predigtbeitrag auf. Er stellte die Freude Gottes über die Rückkehr seines Sohnes in den Mittelpunkt und sagte: „Wie mag sich Gott gefreut haben, als sein Sohn wieder im Himmel bei ihm war.“ Zugleich verwies er darauf, dass sich auch die Gläubigen bereits heute auf die Wiederkunft Christi und die eigene „Himmelfahrt“ freuen dürften.
Für die musikalische Gestaltung sorgten der Bezirkschor unter der Leitung von Simone Faude und Judith Werner sowie das Bezirksorchester unter der Leitung von Beate Lindemann und Uschi Rock. Mit ihren Darbietungen trugen sie maßgeblich zur festlichen Atmosphäre des Gottesdienstes bei.
Im Anschluss an die gemeinsame Abendmahlsfeier nahm Bezirksapostel Pöschel personelle Veränderungen im Kirchenbezirk vor. Der langjährige Gemeindevorsteher der Gemeinde Hohenahr-Erda, Gemeindeevangelist Jürgen Damster, wurde nach jahrzehntelangem ehrenamtlichem Wirken in den Ruhestand verabschiedet.
Jürgen Damster hatte am 20. Mai 1987 sein erstes geistliches Amt empfangen und war damit insgesamt 39 Jahre als ehrenamtlicher Geistlicher tätig, davon 27 Jahre als Gemeindevorsteher der Gemeinde Hohenahr-Erda. Bezirksapostel Pöschel würdigte insbesondere seine langjährige Treue und seinen engagierten Dienst für Kirche und Gemeinde.
Zum neuen Gemeindevorsteher der Gemeinde Hohenahr-Erda wurde anschließend Priester Matthias Kuhl beauftragt.
Darüber hinaus ernannte Bezirksapostel Pöschel mit Priester Benjamin Pirlich einen weiteren stellvertretenden Bezirksvorsteher für den Kirchenbezirk Gießen.
Benjamin Pirlich ist 38 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei Kindern. Der gebürtige Kölner lebt heute in Hungen und arbeitet beruflich als IT-Ingenieur. Seinen ersten geistlichen Amtsauftrag erhielt er im Jahr 2012 als Diakon in der Gemeinde Neuwied im Bezirk Wiesbaden. Bereits drei Jahre später wurde er zum Priester ordiniert. Seit 2019 wirkt er als Priester in der Gemeinde Hungen.
Neben seinem seelsorgerischen Engagement ist Benjamin Pirlich seit 2022 auch im ökumenischen Bereich aktiv. Unter anderem vertritt er die Neuapostolische Kirche als Delegierter in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Hessen-Rheinhessen und gehört dort seit November 2025 zusätzlich dem Vorstand an.
Der festliche Himmelfahrtsgottesdienst in Lahnau verband damit geistliche Impulse, festliche Musik und bedeutende personelle Entscheidungen und unterstrich zugleich die Verbundenheit der Gemeinden im Kirchenbezirk Gießen.
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