Lich. Am vergangenen Mittwochabend, den 22. Juli 2026, versammelten sich die neuapostolischen Gläubigen aus den Gemeinden Fernwald-Buseck, Lich und Pohlheim zu einem gemeinsamen Gottesdienst. Die zentrale Veranstaltung fand in der Kirche an der Licher Bahnhofstraße statt und wurde von Apostel Gerd Kisselbach geleitet.
Kraft für den weiten Weg
Im Mittelpunkt der Predigt stand das Bibelwort aus 1. Könige 19, Vers 7: „Und der Engel des Herrn kam zum zweiten Mal wieder und rührte ihn an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir.“
Apostel Kisselbach schlug in seinen Ausführungen eine Brücke von der biblischen Geschichte des Propheten Elia in die heutige Zeit. Er schilderte Elia als einen Mann, der nach einem überwältigenden Glaubenserlebnis auf dem Berg Karmel tief stürzte. Konfrontiert mit der Todesdrohung der Königin Isebel, war der Prophet am Ende seiner Kräfte. Mutlos legte er sich unter einen Ginsterstrauch und wünschte sich den Tod. Doch Gott ließ ihn nicht allein: Ein Engel des Herrn berührte und stärkte ihn zweimal. Durch diese göttliche Nahrung fand Elia die Kraft für eine 40-tägige Wanderung zum Berg Horeb, wo er Gott auf eine ganz neue Weise erleben durfte.
Der Apostel betonte, dass diese Geschichte eine tiefe Bedeutung für moderne Christen hat: „Gott ändert nicht immer sofort die äußeren Verhältnisse, aber er stärkt uns und gibt uns die nötige Kraft.“ Auch heutige Christen hätten auf dem Weg zur ewigen Gemeinschaft mit Gott einen weiten Weg vor sich. Auf diesem Lebensweg sei die Gewissheit spürbar, dass Gott die Menschen kontinuierlich begleitet und immer wieder neu stärkt.
Geistliche Begleitung und feierliche Ordination
Bezirksevangelist Dirk Ehrenfried griff die Gedanken des Apostels in seinem Predigtbeitrag auf und vertiefte die Aspekte der göttlichen Begleitung im Alltag der Gläubigen.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahles folgte ein besonderer Moment für die Gemeinde Fernwald-Buseck: Apostel Kisselbach ordinierte eine Frau in das Amt der Diakonin. Mit dieser Amtseinsetzung übernimmt sie künftig offizielle seelsorgerische und organisatorische Aufgaben in ihrer Heimatgemeinde.
Der feierliche Abendgottesdienst endete traditionell mit einem gemeinsamen Gebet und dem trinitarischen Segen.
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