Hohenahr-Erda. Am 15. Juni 2025 versammelten sich die Jugendlichen des neuapostolischen Kirchenbezirks Gießen zu einem inspirierenden Jugendgottesdienst in Hohenahr-Erda. Unter dem Thema „Sind Zweifel erlaubt?“ erlebten die jungen Christen einen bewegenden Gottesdienst, der sowohl zum Nachdenken anregte als auch die Gemeinschaft förderte.
Der Jugendchor umrahmte den Gottesdienst mit Liedern, bekannt aus dem Youth Celebration Choir, die die Herzen der Anwesenden ergriffen. Der Gottesdienst wurde von Hirte Matthias Rauch, dem Bezirksvorsteher des Gießener Kirchenbezirks, geleitet. Er sprach die Jugendlichen mit einem Wort aus dem Matthäus-Evangelium an: „Aber die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte. Und als sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; einige aber zweifelten.“ (Matthäus 28, 16.17)
Hirte Rauch erklärte, dass Zweifel Teil unseres menschlichen Lebens ist und dass es völlig in Ordnung ist, Zweifel zu haben. Besonders betonte er, dass Jesus immer der erste Anlaufpunkt für alle Zweifel und Sorgen sein sollte. Gott habe Verständnis für unsere Zweifel und liebe uns auch dann, wenn wir an ihm zweifeln. „Zweifeln ist menschlich und erlaubt“, so der Hirte.
Diakon David Hilberg, der Bezirksjugendbeauftragte, richtete sich mit einem herzlichen Willkommensgruß an die neu konfirmierten Jugendlichen, für die es der erste offizielle Jugendgottesdienst war. Er unterstrich, dass ihre Anwesenheit bereits ein Zeichen für ihre Entscheidung für Gott sei. Diakon Hilberg lud die Jugendlichen ein, sich bei Fragen oder Sorgen vertrauensvoll an ihn und die Jugendbetreuer im Bezirk zu wenden: „Wir suchen und beten mit euch nach Antworten.“
Priester Ruben Bimberg leitete die Jugendlichen in die Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl, indem er auf die Geschichte von Petrus auf dem Wasser einging: „Auch wenn Zweifel und Unsicherheit uns hinabziehen können, ist Gott immer bereit, uns die Hand zu reichen und uns nicht alleine zu lassen.“
Nach dem Gottesdienst gab es eine gesellige Nachmittagsgestaltung. Die Jugendlichen stärkten sich an einer Hotdog-Straße und lernten sich in kleinen Gruppen besser kennen. Dabei wurden nicht nur gemeinsame Vorlieben, wie etwa die Liebe zu käseüberbackenen Gerichten, entdeckt, sondern auch das ein oder andere gemeinsame Lachen geteilt.
Das Nachmittagsprogramm rundete Spiele wie Toilettenbürsten-Hockey und das Kartenspiel „Cards against Christianity“ ab, wodurch der Tag in einem fröhlichen und entspannten Miteinander ausklang.
Der Jugendgottesdienst in Hohenahr-Erda war ein voller Erfolg und bot den Jugendlichen nicht nur spirituelle Erbauung, sondern auch zahlreiche Gelegenheiten, Gemeinschaft zu erleben und neue Freundschaften zu schließen.
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