Pohlheim (wr). Am Sonntag, den 4. August 2024 feierten die Gläubigen der neuapostolischen Kirchengemeinde Pohlheim gemeinsam mit Freunden und Gästen einen Gottesdienst, der in einer besonderen Umgebung stattfand. Die Gemeindemitglieder Corinna und Claus hatte dazu die Scheune auf ihrem Anwesen in Lich-Eberstadt zur Verfügung gestellt. Musikalisch wurde der Gottesdienst durch Orgelspiel und Liedbeiträge eines Duetts aus Sopran und Alt mitgestaltet.
Der Predigt von Priester Claus Steinmüller lag das Bibelwort „Da ließ die Frau ihren Krug stehen und ging hin in die Stadt und spricht zu den Leuten: Kommt, seht einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe, ob er nicht der Christus sei!“ (Johannes 4, 28.29) zugrunde.
Das zitierte Bibelwort bezieht sich auf die Begegnung die Jesus Christus in Samarien hatte. Jesus war unterwegs von Judäa nach Galiläa und durchquerte dabei Samarien. Samarien und die Samariter wurden von den meisten Juden nicht beachtet. Ein frommer Jude hätte diese Gegend umgangen. Jesus dagegen rastete sogar in Samarien. Am Jakobsbrunnen sprach Jesus mit einer samaritanischen Frau, obwohl dies der jüdischen Tradition widersprach.
Zwischen Jesus und der Frau entwickelte sich ein Gespräch. Die Frau bot ihm an, Wasser aus dem Brunnen zu schöpfen. Jesus sagte ihr, dass er ihr auch Wasser geben könne und wenn sie dieses Wasser trinken würde, dann werde sie für allezeit nicht mehr durstig sein. Jesus sprach hier vom Evangelium, von der Botschaft, dass das Heil allein im Glauben an ihn liegt würde.
Damit spannte Priester Steinmüller den Bogen zum Zusammensein im Rahmen des Scheunengottesdienstes. In einfacher Umgebung ohne Prunk fand die Begegnung der Gläubigen statt, um im Anschluss an den Gottesdienst die Gemeinschaft zu pflegen und sich gegenseitig auszutauschen.
Nach Predigtzugaben der Priester Matthias Timm und Michael Boos stimmte die Gemeinde zur Einstimmung auf die Feier des Heiligen Abendmahles das Lied „Ich bete an die Macht der Liebe“ an. Nach der Abendmahlsfeier wurde der Gottesdienst von Priester Steinmüller mit Gebet und Segen beendet.
Viele fleißige Hände hatten bei den Vorbereitungen geholfen und damit zum Gelingen des Gottesdienstes und anschließenden Gemeindefestes beigetragen. Mit einem reichhaltigen und vielseitigen Buffet war bestens für das leibliche Wohl gesorgt worden.
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