Lahnau. Am Sonntag, den 2. Juni 2024 besuchte Apostel Gerd Kisselbach den neuapostolischen Kirchenbezirk Gießen und feierte mit den Gottesdienstbesuchern, die aus den Gemeinden des gesamten Bezirkes zu zusammengekommen waren, in der Lahnauhalle in Lahnau-Waldgirmes den Sonntagsgottesdienst.
Apostel Kisselbach legte seiner Predigt das Bibelwort „Spricht er zum zweiten Mal zu ihm: Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieb? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Schafe!“ (Johannes 21,16) zugrunde. Zunächst zeigte er den biblischen Kontext dieses Bibelwortes. Jesus, der Auferstandene fragt Petrus nach seiner Liebe zu ihm, dreimal antwortet Petrus im gleichen Sinn bejahend; dreimal bestätigt Jesus das Hirtenamt des Petrus und vertraut ihm seine Schafe an.
Persönliche Gottesbeziehung
Inspiriert durch das vor der Predigt vorgetragene Chorlied „Mehr lieben möchte ich dich!“ wies der Apostel mit der Frage: „Hast du mich lieb?“ auf die Gottesbeziehung jedes einzelnen Gläubigen hin. Während seiner Lehrtätigkeit habe Jesus Christus oft, darauf hingewiesen, dass er und sein Vater die Menschen liebe. Nun komme es aber auch darauf an, dass der Mensch diese Liebe erwidere. Diese Liebe zu Gott äußere sich auch gemäß dem Doppelgebot der Liebe durch Jesus (Jesus aber sprach zu ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«. Dies ist das höchste und erste Gebot. Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (Matthäus 22, 37-39)) auch in der tätigen Nächstenliebe.
Beziehungspflege
In seinem Predigtbeitrag zeigte der Vorsteher des Gießener Kirchenbezirks, Hirte Matthias Rauch, dass eine Beziehung keine einseitige Angelegenheit sei. Es sei wichtig, dass Beziehungen gepflegt werden. Er rief die Anwesenden auf: „Lasst uns die Beziehung zu Gott pflegen und die von ihm entgegenbrachte Liebe erwidern.“
Ruhesetzung
Nach der gemeinsamen Abendmahlsfeier, versetzte Apostel Kisselbach den Gemeindeevangelist Frank Schade altersbedingt in den Ruhestand und dankte ihm für die vielen Jahre seiner ehrenamtlichen Seelsorgetätigkeit in der Kirche. Gemeindeevangelist Schade war zuletzt 13 Jahre Vorsteher der neuapostolischen Kirchengemeinde Haiger.
Ordination und Segensspendung
Anschließend ordinierte der Apostel noch 5 Diakoninnen. Zudem erhielt das Ehepaar Ulrike und Dirk Ehrenfried den Segen zu ihrer Rubinhochzeit. Dirk Ehrenfried wirkt als Bezirksevangelist ehrenamtlich in der Bezirksleitung des Gießener Kirchenbezirks.
Für den musikalische Rahmen sorgte ein gemischter Chor (Leitung Simone Faude) und ein Orchester (Leitung Uschi Rock und Robert Müller) gebildet aus den Musikschaffenden der Gemeinden des Gießener Kirchenbezirks.
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