Biebertal-Krumbach. Am Mittwoch, 25. Februar 2026, fand das monatliche Biebertaler Friedensgebet in der neuapostolische Kirche in Biebertal-Krumbach statt. Das überkonfessionelle Gebet aller Kirchengemeinden an Dünsberg und Bieber wurde ursprünglich anlässlich des russischen Überfalls auf die Ukraine ins Leben gerufen, der sich zum vierten Mal jährte. Entsprechend stand der Abend ganz im Zeichen der anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzungen und der Sehnsucht nach Frieden.
Die Friedenskerze, die reihum durch die beteiligten Gemeinden getragen wird, wurde diesmal in der neuapostolischen Kirche entzündet. Der örtliche Gemeindevorsteher, Priester Thorsten Ostriga, begrüßte die zahlreichen Teilnehmenden, eröffnete die Andacht mit einem Gebet und führte durch das Programm.
Den Anliegen und Bitten um Frieden wurde in vielfältiger Weise Raum gegeben. Gemeinsame Lieder wie „Wenn Friede mit Gott“, „Alles meinem Gott zu Ehren“ und „Nun danket alle Gott“ griffen die Friedensbitte musikalisch auf. Besonders die Zeile „Der ewigreiche Gott woll uns bei unserm Leben ein immer fröhlich Herz und edlen Frieden geben“ verlieh der Hoffnung auf dauerhaften Frieden Ausdruck.
Ein Wechselgebet mit Worten aus dem Buch Jesaja (Kapitel 2, Verse 2–5) bezog alle Anwesenden ein. Unter dem Leitgedanken, lieber „friedenstüchtig“ als „kriegstüchtig“ zu werden, stand insbesondere der Vers: „Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen machen und ihre Spieße zu Sicheln. Denn es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen.“
Den geistlichen Impuls gestaltete Diakonin Sandra Ostriga. Ausgangspunkt war ein Wort aus dem Evangelium nach Johannes (Johannes 16,33): „In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ Sie ermutigte dazu, Gottes Gegenwart bewusst wahrzunehmen und trotz der Ängste angesichts von Krieg und Unfrieden das Vertrauen in Gott zu bewahren. Zudem hob sie die Kraft des Gebets hervor und erinnerte an den Grundsatz christlichen Friedenshandelns: Vor Gott sind alle Menschen gleich.
Im weiteren Verlauf des Abends konnten die Anwesenden persönliche Fürbitten und Gebetsanliegen formulieren. Bunt beschriftete Teelichter wurden vor dem Altar entzündet – als sichtbares Zeichen individueller Bitten, die still oder hörbar vor Gott und der Gemeinde ausgesprochen wurden.
Musikalisch begleitet wurde die Andacht an der Orgel von Miriam Rinke. Einen eindrucksvollen Abschluss bildete das gemeinsame Gebet des „Vaterunser“, das alle Christinnen und Christen verbindet und mit dem das Friedensgebet ausklang.
Das Biebertaler Friedensgebet findet weiterhin an jedem letzten Mittwoch im Monat statt und setzt damit ein dauerhaftes Zeichen der Hoffnung und der ökumenischen Verbundenheit in der Region.
Friedensgebet in Biebertal Krumbach
4. März 2026
Text:
T. Ostriga,
W. Rock
Fotos:
S. Ostriga,
T. Ostriga
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