Gießen / Siegen / Wetzlar (wr). Am Sonntag, den 7. September 2025, versammelten sich die Gläubigen des neuapostolischen Kirchenbezirks Gießen zu einem festlichen Gottesdienst in der Lahnauhalle in Lahnau-Waldgirmes. Der Gottesdienst wurde von Apostel Gerd Kisselbach geleitet und zahlreiche Teilnehmende aus dem Bezirk, der sich von Olpe im Nordwesten bis nach Hungen im Südosten erstreckt, nahmen daran teil.
Ein festlicher Gottesdienst
Apostel Kisselbach legte seiner Predigt das bekannte Bibelwort aus Matthäus 6,9 zugrunde: „Darum sollt ihr so beten: Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt.“ Zu Beginn seiner Ausführungen erklärte der Apostel die tiefere Bedeutung des Gottesdienstes. In jedem Gottesdienst sei Gott gegenwärtig, und durch diesen Moment der Begegnung mit ihm erfahren die Gläubigen eine innere Berührung, die neue Kräfte in ihnen wachruft.
„Gottesdienst ist eine persönliche Begegnung mit Gott, in der wir durch sein Wort und seine Gegenwart gestärkt werden“, so Apostel Kisselbach.
Die Bedeutung des Gebets
Das zentrale Thema der Predigt war das Gebet „Unser Vater“, das Teil der Bergpredigt Jesu ist und den Gläubigen ein wertvolles Vermächtnis hinterlässt. Apostel Kisselbach unterstrich, dass die Bergpredigt ein Leitfaden für das christliche Leben sei, der die Gläubigen anleitet, ihr Leben in einer Weise zu führen, die Gott ehrt. „Es ist eine Erinnerung an das Wesen Gottes und ein Aufruf, unser Leben nach seinen Maßstäben auszurichten“, sagte er.
Der Apostel betonte weiter, dass das Verhältnis zwischen Jesus und seinem himmlischen Vater einzigartig sei. Mit dem Gebet „Unser Vater im Himmel“ lade Jesus die Gläubigen ein, in diese enge Beziehung zwischen ihm und Gott einzutreten. Die Bezeichnung „Vater“ für Gott eröffne eine neue Dimension des Vertrauens und der Nähe im Gottesverhältnis, die den Gläubigen eine persönliche Beziehung zu Gott ermögliche.
Die Heiligung des Namens Gottes
Ein weiterer wichtiger Punkt war die Heiligung des Namens Gottes. Laut Apostel Kisselbach sei dies ein Ausdruck der Ehrfurcht und des Respekts vor Gott. „Wenn wir beten ‚Dein Name werde geheiligt‘, erkennen wir Gottes Erhabenheit, seine Heiligkeit und seine Majestät“, erklärte er. Es sei ein Aufruf, sich Gott mit Demut und Ehrfurcht zu nähern und ihm die höchste Ehre zu erweisen.
Gebet im modernen Leben
In einer Predigtzugabe stellte Gemeindeevangelist Heiko Kriewald die Frage, ob Gebet auch in der heutigen Zeit noch notwendig sei. Er betonte, dass Gott für jeden Menschen da sei und jedes Gebet höre. „Wir können ihm alles sagen, was uns bewegt, und es kommt nicht auf die äußere Form des Gebets an“, so Gemeindeevangelist Kriewald.
Bezirksevangelist Ralf Partmann rief die Gottesdienstteilnehmer auf, das Gebet nicht nur als Ritual zu betrachten, sondern als eine wertvolle Möglichkeit, die eigene Beziehung zu Gott zu stärken. „Nutze doch das Gebet!“, ermutigte er die Anwesenden.
Musikalische Umrahmung und abschließender Segen
Der Festgottesdienst wurde von dem Bezirksorchester und dem Bezirkschor musikalisch umrahmt, was dem Gottesdienst eine besondere Atmosphäre verlieh. Nach der gemeinsamen Feier des Abendmahls schloss Apostel Kisselbach den Gottesdienst mit einem Gebet und dem Segen für die Gläubigen.
Der Bezirksgottesdienst in Lahnau war ein bereichernder Moment für die Gläubigen des Kirchenbezirks Gießen, in dem sie sowohl geistlich gestärkt wurden als auch die Möglichkeit erhielten, ihr Vertrauen in Gott zu vertiefen und ihre persönliche Beziehung zu ihm zu pflegen.
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