Gießen. Am Himmelfahrtstag, dem 29. Mai 2025 feierte Apostel Gerd Kisselbach einen festlichen Gottesdienst in der neuapostolischen Kirchengemeinde Gießen-Süd. Dabei lud er die versammelten Gläubigen ein, innezuhalten und über die Wohltaten Gottes im eigenen Leben nachzudenken. Im Einklang mit einem vom Gemeindechor vorgetragenen Lied betonte der Apostel, wie wichtig es sei, sich regelmäßig der göttlichen Zuwendungen bewusst zu werden – sei es im Alltag oder in besonderen Momenten.
Der Predigt lag ein Bibelwort aus der Apostelgeschichte zugrunde, das von Jesu Himmelfahrt berichtet: „Und als sie ihm nachsahen, wie er gen Himmel fuhr, siehe, da standen bei ihnen zwei Männer in weißen Gewändern. Die sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht gen Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.“ (Apostelgeschichte 1,10-11).
Apostel Kisselbach ermutigte die Gemeinde, sich nicht vorzustellen, dass Jesus mit seiner Himmelfahrt „Pause mache“, sondern dass er weiterhin tätig sei. „Er sitzt zur Rechten Gottes“, so der Apostel, „aber sein Wirken geht weiter. Er wird die Stätte für die Seinen zu bereiten und dann wiederkommen“ (vgl. Johannes 14,3). Diese Botschaft sei nicht nur eine Zusage, sondern auch ein Aufruf zum Handeln. Die christliche Gemeinschaft müsste wie die frühchristliche Gemeinde in Jerusalem, die „ein Herz und eine Seele“ war (Apostelgeschichte 5,12), in Einigkeit und Liebe handeln. Zudem solle jeder Christ heute ein lebendiges Zeugnis für Christus ablegen und mit Hoffnung und Zuversicht die Botschaft von Gottes Treue und der bevorstehenden Wiederkunft verkünden.
Im Anschluss an die Predigt und einem weiteren Musikstück des Chores richtete Bezirksvorsteher Hirte Matthias Rauch einen Predigtbeitrag zu den Themen Verlässlichkeit und Treue Gottes an die Gemeinde. Anhand des Bildes des Regenbogens, der auch inmitten dunkler Wolken leuchtet, verdeutlichte er die unerschütterliche Treue Gottes.
Ein besonderer Höhepunkt des Gottesdienstes war die Feier des Heiligen Abendmahls und der Segen für das Diamantene Hochzeitspaar Agnès und Herbert Hofmann. Die beiden erhielten von Apostel Kisselbach den Segen zu ihrem 60. Hochzeitstag. In seiner Ansprache betonte er, dass ihr Lebensmotto „Immer mutig vorwärts“ nicht nur ein persönliches Prinzip sei, sondern tief im Glauben verankert. Der Apostel verglich ihre Lebensreise mit dem Mut des jungen David, der dem Riesen Goliath entgegen trat, im Vertrauen auf den Beistand Gottes (1. Samuel 17). Der Glaube an Gottes Nähe und Hilfe, so der Apostel, sei auch der Ursprung des Mutes des Jubelpaares und Grundlage ihrer langjährigen Ehe.
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