Seniorenausflug 2011 Aachen und Umgebung

In der vergangenen Woche reisten 46 Seniorinnen und Senioren des neuapostolischen Kirchenbezirks Gießen nach Aachen, der westlichsten Stadt Deutschlands. Aachen liegt im Grenzgebiet zu den Niederlanden und Belgien in der Euregio Maas-Rhein am Nordrand der Eifel bzw. des Rheinischen Schiefergebirges. Die Stadt ist bekannt für ihre bis in die Jungsteinzeit zurückreichende Geschichte und ihr damit verbundenes kulturelles und architektonisches Erbe.
Am Montagvormittag begann die Reise. Der moderne Reisebus brachte die Teilnehmer über die A 3 an Köln vorbei an ihren Bestimmungsort Aachen. Nach dem gemeinsamen Mittagessen in der „Alten Brauerei“, die in der Aachener Altstadt liegt, ging es auf den Aussichtspunkt Lousberg. Von dort hatten die Reisenden einen tollen Blick auf die Kaiserstadt Aachen. Im Anschluss stand eine Stadtrundfahrt auf dem Programm, die in der Besichtigung des Aachener Domes endete. Höhepunkt war hier der Besuch der als Oktogon errichteten Pfalzkapelle mit dem Kaiserthron. Der Bus brachte die Reisegruppe dann in ihr Hotel, das für die kommenden 3 Tage Ausgangspunkt für interessante  Besichtigungstouren war.

Am Dienstag stand die Fahrt nach Maastricht auf dem Programm. Die niederländische Stadt, die an beiden Ufern der Maas liegt, wurde von den Senioren mittels Stadtrundfahrt sowie einem Rundgang erkundet. Auf der Maas fuhren die Besucher dann mit dem Schiff zur Anlegestelle St. Pietersberg. Hier begann eine teilweise etwas beschwerliche Wanderung zu den Grotten des St. Pietersberg. Diese berühmten Grotten sind durch den Abbau von Mergel, der früher als Baustein genutzt wurde, entstanden. Im Lauf der Jahrhunderte kam so ein Labyrinth mit mehr als 20.000 Gängen zustande. Während der vielen Belagerungen von Maastricht dienten die Grotten als Schutzraum. Der geführte Höhlenrundgang
dauerte etwa eine Stunde und zeigte den sehr arbeitsintensiven Mergelabbau in den vergangenen Jahrhunderten. Die Mergelschicht entstand durch fossile Ablagerungen auf dem Meeresboden. Das Schiff brachte anschließend die Reisegruppe nach Maastricht zurück, wo der Reisebus für die Rückfahrt nach Aachen bereits wartete.

Für den nächsten Tag war eine Eifelrundfahrt vorgesehen. Vorbei an dem imposanten Bauwerk des Universitätsklinikums Aachen fuhr der Bus über die sogenannte „Himmelsleiter“ in das Städtchen Kornelimünster. Ein Teil der Landstraße von Aachen nach Trier wird aufgrund seines geraden Verlaufs und der starken Steigung von bis zu 10 % als „Himmelsleiter“ bezeichnet. Von Kornelimünster ging es dann nach Monschau, der „Perle der Eifel“. Dieser geschichtsträchtige Ort blieb von den Folgen des 2. Weltkrieges verschont. Dadurch ist schöne alte Bausubstanz erhalten geblieben. Hugenottische Tuchmacher brachten den Ort zur Blüte. Auch eine sehenswerte Glasbläserei sowie Bäckereien, in denen regionale „Schmankerl“ – wie die berühmten Printen – hergestellt werden, machen diesen Ort sehens- und erlebenswert. Eine Senfmühle,
in der Senf nach alten Rezepten ausschließlich aus Senfkörnern hergestellt wird, ist dort ebenfalls zu bewundern. Während der Weiterfahrt konnte die besondere Bauweise der Häuser mit den typischen Einfriedungen durch fast haushohe Windschutzhecken bewundert werden. Der Besuch auf dem erst kürzlich freigegebenen militärischen Gelände „Vogelsang“ mit Blick auf den Rurstausee rundete diesen erlebnisreichen Besichtigungstag ab. Am Abend hatten die Reiseteilnehmer die Gelegenheit den Abendgottesdienst in der Neuapostolischen Kirche Aachen-Mitte mitzufeiern.

Am Donnerstagvormittag hieß es dann, nach einem reichhaltigen Frühstück, Abschied von Aachen zu nehmen. Nachdem die Koffer im Bus verstaut waren, ging die Fahrt in die belgische Landes- und EU-Hauptstadt Brüssel. Bei der Stadtrundfahrt konnte die Reisegruppe die unterschiedlichsten Sehenswürdigkeiten der Stadt anschauen. Neben dem Atomium standen noch interessante Baudenkmäler auf dem Programm. Nach einem kurzen Stadtrundgang, der auf dem Brüsseler Marktplatz endete, wurde die Heimreise angetreten. Auch das Wetter war wie geschaffen für die Teilnehmer. Seniorenbeauftragter Alfred Kister, der als „Organisator und Reisereiseleiter“ fungierte, sagte dazu: „Wenn es regnete, dann nachts wenn wir schliefen oder wenn wir uns im Inneren von Gebäuden befanden. Ansonsten war die Luft angenehm frisch und erholsam.“ Es ist festzuhalten, dass wieder eine tolle Reise zu Ende gegangen ist, in der die Senioren neben den vielen gesammelten Eindrücken auch die Gemeinschaft besonders gepflegt haben. Auch an die „Daheimgebliebenen“ wurde gedacht. So erhielten die Senioren, die aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Reise teilnehmen konnten, einen Kartengruß.

 
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